Infobrief Nr. 83

veröffentlicht am von ATM

Hydraulischer Abgleich in der Praxis

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie haben sicherlich schon vom „hydraulischen Abgleich“ gehört und fragen sich, was dieser genau ist und
wozu er dient? Mit diesem Schreiben möchten wir Sie darüber aufklären.


Was bewirkt der hydraulische Abgleich?
Das Heizungswasser in den Rohren möchte auf kürzestem Weg zurück in den Heizkessel. Daher kann es
vorkommen, dass vom Heizkessel weit entfernte Räume nicht richtig warm werden. Heizkörper, die nah am
Heizraum liegen, dafür umso mehr. Um dem entgegen zu wirken und dadurch Energie zu sparen, werden
alle Komponenten der Heizungsanlage richtig berechnet und Vorort durch die ausführende Firma eingestellt.
Mit den korrekten Einstellungen kann die Wärme nun gleichmäßig im Gebäude verteilt werden.

 

Vorteile

  • keine kalten Räume und Störgeräusche
  • geringerer Energieverbrauch
  • weniger Heizkosten
  • Voraussetzung für Fördermittel-Vergabe bei Heizungsmodernisierung
  • weniger CO2-Ausstoß

 

Hydraulischer Abgleich im Bestandsgebäude
Am Anfang jeder Optimierung steht der Haus-Check. Hierbei werden alle Informationen zur Berechnung
einer Heizlast gesammelt. Wichtige Faktoren hierfür sind zum Beispiel die Raumgröße, die Dämmung der
Außenwände oder des Daches, sowie die Qualität der Außenfenster.

Als zweiter Schritt steht die Begehung der Anlage an. Außerdem werden die Heizungspumpe und das Rohrleitungssystem im Keller inspiziert. Diese Informationen sind wichtig, um die notwendige Heizwassermenge
und die benötigte Leistung der Heizungspumpe zu ermitteln.

Mit den gesammelten Daten und einem Computerprogramm werden nun die Voreinstellungswerte berechnet.
Damit ist ein hydraulischer Abgleich, also die saubere und effiziente Einstellung der Heizungsanlage, möglich.

Der letzte Schritt ist, die genaue Justierung der Heizung. Hierfür werden bestimmte Einstellungen am Heizkessel geändert. Aufgrund von errechneten Werten optimieren diese die so genannte Heizkurve – und damit das Verhältnis von Vorlauftemperatur und Außentemperatur, sowie die Voreinstellung der Heizkörperventile und Einstellung der Heizungspumpenwerte.

 

Wer trägt hierfür die Kosten?
Die Kosten trägt der Hauseigentümer selbst. Der hydraulische Abgleich und daran anschließende Optimierungsmaßnahmen werden mit 30 % der Gesamtnettokosten vom Staat (BMWi) bezuschusst, sofern die Heizungspumpe ausgetauscht wurde.

Für Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

ATM Herbert Marks GmbH

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