Infobrief Nr. 86

veröffentlicht am von ATM

Verbrühungsschutz

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit unserem heutigen Infobrief möchten wir Sie mit den Anforderungen an den Verbrühungsschutz vertraut machen, insbesondere in den Bereichen von Krankenhäusern, Pflegeheimen und Kindergärten.

Was ist ein Verbrühungsschutz?

Aus Hygienegründen hat das warme Wasser im Leitungssystem eine Temperatur von 60 °C oder mehr.
Wer sich damit die Hände wäscht, würde sich an dem heißen Wasser verbrühen. Damit dies nicht passiert,
sollten die Entnahmearmaturen mit einer Schutzeinrichtung ausgestatten werden. Diese Schutzeinrichtung
wird Verbrühungsschutz genannt.

Der Verbrühungsschutz wird in verschiedene Kategorien aufgeteilt. Nachfolgend sehen Sie hierzu einen
Auszug aus der DIN EN 806-2.

Vermeidung von Verbrühungen
Grundsätzlich sind Anlagen für erwärmtes Trinkwasser so zu gestalten, dass das Risiko von Verbrühungen
gering ist.

· An Entnahmestellen mit besonderer Beachtung der Auslauftemperaturen, wie Krankenhäuser,
  Kindergarten, Altenheime, usw. sollen zur Verminderung des Risikos von Verbrühungen thermostatische
  Mischventile oder -batterien mit Begrenzung der oberen Temperatur eingesetzt werden. Empfohlen wird
  eine Höchsttemperatur von 43°C.

· Bei Duschanlagen usw. in Kindergärten und in speziellen Bereichen von Pflegeheimen sollte sichergestellt
  werden, dass die Temperatur 38°C nicht übersteigen kann.

· Verbrühungsschutz bei Waschtischen und Bidets:
  Bei Waschtischen und Bidets sind Einhandmischer mit Arretierung des Hebels akzeptabel.

· Verbrühungsschutz bei Dusch- und Badewannen:
  Bei Dusch- und Badewannenarmaturen sind aus hydraulischen Gründen Einhandmischer mit Arretierung
  der Hebel bedenklich, deshalb sollten Thermostat-Armaturen verwendet werden.

Für Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

ATM Herbert Marks GmbH

Zurück