12. April 2019

Individuelle Frischluftzufuhr in Mehrfamilienhäuser

Eine effiziente Dämmung sorgt zwar für Energieeinsparungen, verhindert aber jedoch einen ausreichenden Luftaustausch im Hausinneren, welcher für ein angenehmes Wohlfühlklima und für die Regulierung der Raumfeuchte notwendig ist. Aber wie verhindert man so Schimmel und sorgt für ein gesundes Raumklima und spart gleichzeitig noch Heizenergie?

Ein Dezentrales Lüftungssystem welches leicht zu installieren ist kann jeder Bewohner in einem Mehrfamilienhaus individuell steuern. Durch den ständigen Luftaustausch wird ein hoher Feuchtegrad und somit eine Schimmelbildung vermieden.

Die Installation erfolgt in der Rohbauphase. In der Regel wird sie unter der Zimmerdecke auf Höhe der Fensteroberkante angebracht um natürlich auch eine optisch ansprechende Außenansicht zu gewährleisten.  Mit einer Kernlochbohrung pro Lüftungsgerät wird mit einem Montagerohr der Wohnraum mit dem Außenbereich verbunden.  Der Einbau erfolgt paarweise. Während ein Gerät im Zuluftbetrieb läuft,

arbeitet das zweite gleichzeitig im Abluftbetrieb. Dabei wechseln die Geräte gleichzeitig die Laufrichtung, welche abhängig von der Lüftungsstufe sind. Ein integrierter Keramikwärmeübertrager entzieht der Abluft Wärme und wird gespeichert.

Nach dem Richtungswechsel wird die gespeicherte Wärme auf die Zuluft übertragen. Auf der Raumseite hat die Innenwandhaube eine nach oben gerichtete Ausströmungsöffnung. So strömt die Luft ohne Zugserscheinungen an der Decke und den Wänden entlang und verteilt sich so optimal im Raum.

Aber ist so eine Verbindung von Wohnraum zu Außenbereich nicht lärmbelästigend und sorgt für Schmutz in den Wohnräumen?

Nein. Durch einen Schalldruckspiegel wird eine Schallreduzierung angeboten. Die Abdeckhaube der Außenfassade sorgt für Schutz bei Wind und Wetter. Selbstverständlich ist auch ein Grobstaubfilter integriert, welcher auch für Allergiker durch ein Pollenfilter ergänzt werden kann.

15. März 2019

Fettabscheider richtig planen und einbauen – Teil 2

Die passende Hebeanlage für Fettabscheider ist von großer Bedeutung. Ist der Aufstellort für den Abscheider so gewählt, dass das Abwasser mit freiem Gefälle in die Kanalisation fließen kann, ist keine Hebeanlage erforderlich. Befindet sich der Abscheider jedoch unter der Rückstauebene, ist entsprechend eine nachgeschaltete Doppelhebeanlage erforderlich. Die Zulaufleitungen müssen, um Fettansätze zu verhindern, ein Gefälle von mindestens 2% und ggf. ein Begleitheizband besitzen.

Eine Alternative sind Hybrid-Hebeanlagen, die bei Gefälle zum Kanal ebenfalls nach Fettabscheidern zum Einsatz kommen können. Im Normalbetrieb nutzen sie das natürliche Gefälle und nur im Rückstaufall pumpen sie das Abwasser über eine Rückstauschleife in den Kanal. Diese Anlagen sind stromsparender, da sie nur bei Rückstau pumpen und auch bei Stromausfall ein zuverlässiges Ableiten gewährleisten.

Durch das richtige Lüften soll nicht nur die Aufkonzentration explosionsfähiger Gase, sondern auch Geruch und Korrosion in der Entwässerungsanlage bekämpft werden. Ohne Durchlüftung können entstehende Faulgase nicht abgeleitet werden, was zu einer starken Geruchsbildung und zu Korrosion führt. Die Lüftungsleitungen der Fettabscheider- und Hebeanlagen sollten in einem deutlichen Abstand voneinander über Dach ausgeführt werden.

Der fachgerechte Betrieb ist für Fettabscheider enorm wichtig, um Störungen zu vermeiden. Regenwasser, Fäkalien oder Leichtflüssigkeiten enthaltenes Schmutzwasser darf nicht in einen Abscheider für Fette eingeleitet werden. Der Betrieb hat durch sachkundiges Personal zu erfolgen. Die monatlich regelmäßige Kontrolle des Abscheiders ist zu dokumentieren. So soll sichergestellt werden, dass rechtzeitig vor erreichen der maximal erlaubten Speichermenge eine Entleerung organisiert wird.

Sollte der Fettspeicher nach einem Monat noch nicht voll sein, lässt sich durch automatische Schichtdickenmessgeräte die genau errechnete Fettschicht am Schallgerät ablesen. So wird rechtzeitig auf das Maximum hingewiesen und eine bedarfsgerechte Entsorgung ist gewährleistet.

Lassen Sie sich gerne von uns beraten!

15. Februar 2019

Fettabscheider richtig planen und einbauen – Teil 1

Abwasser aus betrieblich genutzten Küchen, in Hotels, Metzgereien und anderen Betrieben, in denen große Mengen Fett ins Abwasser gelangen, muss vor der Einleitung in die Kanalisation in einem Fettabscheider behandelt werden. Die richtige Planung, der fachgerechte Einbau sowie die regelmäßige Wartung und Entsorgung sind entscheidend.

Das Fett in der Kanalisation kann Rohre leicht verstopfen, die Korrosion beschleunigen und den Betrieb von Kläranlagen beeinträchtigen. Aus diesem Grund ist der Einsatz von Fettabscheideranlagen Pflicht. Das fetthaltige Abwasser fließt über ein spezielles Zulaufbauwerk beruhigt in die Fettabscheideranlage. Die im Abwasser enthaltenen Stoffe, die schwerer sind als Wasser, sinken aufgrund der Schwerkraft zu Boden und sammeln sich dort im Schlammfang. Darüber befindet sich der Fettabscheideraum, indem sich Öle und Fette vom Abwasser trennen und an der Oberfläche schwimmen. Das Abwasser wird durch einen Auslauf abgeleitet.

Fettabscheider können frei stehend im Gebäude oder in die Erde eingebaut werden. Der Aufstellort sollte frostfrei, der Boden waagrecht und tragfähig sein. Ausreichend Platz für die Aufstellung, Bedienung, Wartung und Kontrolle ist erforderlich. Zudem muss der Raum gut be- und entlüftet sein. Sofern der Fettabscheider in die Erde eingebaut werden soll ist zu beachten, dass im geplanten Bereich keine Versorgungsleitungen oder Kabel vorhanden sind. Entsorgungsfahrzeuge sollten die Abscheideranlagen zudem leicht erreichen können.

Erfahren Sie in unserem nächsten Infobrief noch weitere wichtige Informationen zur passenden Hebeanlage, dem richtigen Lüften und wie die Anlage fachgerecht betrieben wird.

18. Januar 2019

Ein Brennstoff – Zwei Energien: Welche Zukunft hat die Brennstoff-zellenheizung?

Brennstoffzellen-Heizgeräte gelten als Zukunftstechnologie und schicken sich an, den deutschen Markt zu erobern, denn sie liefern nicht nur Wärme, sondern auch Strom. Auf einer chemischen Reaktion basierend, der sogenannten kalten Verbrennung, spielt sich im Inneren wie bei der üblichen Batterie eine Reaktion zwischen den elektrischen Plus- und Minuspol ab. Wasserstoff reagiert dort mit Sauerstoff aus der Umgebungsluft und es entsteht Energie.

Die derzeit wichtigsten Arten sind die SOFC- und PEM-Brennstoffzelle. Sie unterscheiden sich im Wesentlichen durch die verwendeten Elektrolyten. Da die Brennstoffzellenheizung nur einen Teilbereich an Strom und Wärme abdeckt, wird sie von einem weiteren Wärmeerzeuger für die Spitzenlast unterstützt.

Eine Brennstoffzellenheizung hat einige Vorteile. Da sie aus relativ wenigen mechanischen Teilen zusammengebaut ist, ist sie sehr robust, langlebig, wartungsarm und sehr leise. Die Energiekosten von Hausbesitzern lassen sich erheblich reduzieren, um bis zu 40%. Darüber hinaus decken die zu 18 kWh Strom, die das Gerät pro Tag erzeugt, einen großen Teil des Strombedarfs eines üblichen Haushaltes. Überschüssiger Strom kann im Haus gespeichert oder ins öffentliche Stromnetz gespeist werden.

Nicht nur die geringen Energiekosten, auch die deutlich geringere Umweltbelastung sprechen für die gleichzeitige Erzeugung von Wärme und Strom. Weil die Brennstoffzellenheizung alle Anforderungen der EnEV 2016 erfüllt, wird sie staatlich gefördert.

Der Anschluss an die öffentliche Gasversorgung ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein Brennstoffzellenheizgerät. Dieses System arbeitet am effizientesten, wenn es das ganze Jahr über Strom und Wärme erzeugt, daher ist es für Ein-Personen-Haushalte eher weniger geeignet.