28. Juli 2021

Vor- und Nachteile der Wärmepumpe

Wie funktioniert eine Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe macht sich Wärme aus der Umwelt zunutze. Diese geht auf ein Kältemittel über, das bereits bei niedrigen Temperaturen verdampft. Ein Verdichter erhöht den Druck und somit auch die Temperatur dieses Dampfes, wodurch sich Wärme auf das Heizsystem übertragen lässt.

Vorteile:

  • Geringe Wartungsskosten
  • Umweltfreundlich
  • Kann nahezu für jede Gebäudeart verwendet werden
  • Pumpe kann wärmen und kühle

Nachteile:

  • Hohe Anschaffungskosten
  • Hoher Stromverbrauch
  • Teils aufwendige Genehmigungsverfahren
  • Ausreichendes Platzangebot erforderlich

23. Februar 2021

Die richtige Durchführung einer Bauabnahme

Die Bauabnahme ist einer der wichtigsten Punkte beim Bau eines Hauses und sollte nie leichtfertig hingenommen werden. Ist das Haus fertig gebaut, muss das Haus noch an den Hausherren übergeben werden, damit es offiziell genutzt werden kann. Was ist zu beachten? Was sollte bei der Bauabnahme kontrolliert werden? Dies wollen wir heute kurz anschneiden und Ihnen eine Richtung aufzeigen.

Gemeinsam mit dem Bauunternehmen besichtigen Sie den Zustand des Hauses, protokollieren alle Mängel und überprüfen, ob sämtliche Vereinbarungen des Bauvertrages eingehalten wurden. Eine Checkliste kann Ihnen dabei als Leitfaden dienen.

Üblicherweise bereitet das Hausbauunternehmen die Übergabe vor und bringt auch das Abnahmeprotokoll mit. Es handelt sich dabei aber um kein bestimmtes Formular. Es kann also sogar ein handschriftliches Dokument sein. Allerdings sollten folgende Infos aufgeführt sein:

  • Teilnehmer der Baubegehung
  • Datum und Ort der Bauabnahme
  • Name des Bauherrn
  • Adresse der Baustelle
  • Auftragsnummer und Datum des Bauvertrages
  • Benennung der abzunehmenden Leistung
  • Datum, Beginn und Fertigstellung der Bauleistung
  • Auflistung aller Mängel (sowohl neue als auch bekannte, noch nicht behobene Mängel)
  • Dinge, die als Mangel empfunden werden
  • Einvernehmliche Vereinbarung eines zweiten Termins zur Bauabnahme, bis zu dem alle Mängel beseitigt sind
  • Auftraggeber behält sich seine Rechte wegen der festgestellten Mängel vor
  • Der Auftraggeber behält sich seine Rechte wegen der verwirkten Vertragsstrafe vor

Dieses Dokument wird dann unterschrieben und kommt einer Bauabnahme gleich.

Wir empfehlen Ihnen, sich vorab Ihnen bekannte Mängel und ungeklärte Fragen zu notieren. Sie sollten keinesfalls am Tag der Abnahme unvorbereitet und mit leeren Händen da stehen. Klären Sie ggf. alle offenen Fragen und sichtbaren Mängel mit einem unabhängigen Baugutachter.

2. Februar 2021

Heizen mit Brennstoffzellen

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Brennstoffzellenheizung (BZH) gilt als DIE nachhaltige und zukunftsweisende Heizungstechnologie an sich. Bis zu 40 % der eingesetzten Energie können im Vergleich zu herkömmlichen Heizungen eingespart werden. Zusätzlich werden die CO₂-Emissionen glatt halbiert. Bei der Brennstoffzellenheizung handelt es sich um ein System, das etwas anders funktioniert als der klassische Gas- oder Ölheizkessel. Mit ihr kann man gleichzeitig Wärme und Strom sehr effizient aus Erdgas erzeugen. Denn in der Brennstoffzelle werden Wärme und Strom mittels der sogenannten kalten Verbrennung erzeugt. Dieser elektrochemische Prozess ist besonders effizient und, anders als die landläufige Meinung vermuten mag, bereits seit über 180 Jahren bekannt.

Wer das Prinzip der Brennstoffzelle als Heizung nutzen möchte, sollte vor dem Kauf einige Punkte beachten:

  • ein Gasanschluss muss vorhanden sein,
  • eine zentrale Heizungsanlage (Warmwasser und Raumwärme) muss im Haus bestehen oder zumindest in Planung sein,
  • ein Wärmespeicher ist in das System zu integrieren,
  • eine Zusatzheizung sollte installiert werden.

Brennstoffzellenheizungen werden aufgrund ihrer Klimafreundlichkeit gefördert. Über diese Förderungen werden sie erst finanziell für die meisten privaten Endanwender interessant. Kalkuliert man Kosten von rund 20.000 Euro, auf diesem Niveau liegt ein typisches Brennstoffzellenheizgerät, lassen sich in Kombination verschiedener Förderprogramme rund 10.000 Euro Fördermittel beantragen.

Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

ATM Herbert Marks GmbH

4. Dezember 2020

Was steckt hinter dem neuen Gebäudeenergie Gesetz (GEG)

haben Sie auch schon am Rande von dem neuen GEG gehört? Das Gesetz trat am 1. November 2020 in Kraft und löste damit die Energieeinsparverordnung (EnEV)und das Erneuerbare Energien

Gesetz (EEWärmeG) ab. Wir möchten Ihnen in den folgenden Zeilen einen kurzen Einblick in das neue GEG geben.

Was ist neu? Die wichtigsten Eckpunkte des GEG im Überblick:

  • Bürokratieabbau: Das GEG dient der Vereinheitlichung und Zusammenführung verschiedener Gesetze zur Gebäudeenergieeffizienz und Wärmenutzung aus erneuerbaren Energien.
  • Vereinfachung: Durch das neue Nachweisverfahren, werden Bauherren und Planer für alle Anforderungen stark entlastet. Künftig sind keine Berechnungen mit dem sogenannten Modellgebäudeverfahren mehr erforderlich.
  • Verbot neuer Ölheizungen: Ab dem Jahr 2026 gilt eine neue Regelung für den Einbau von Ölheizungen.
  • Gebäudenah erzeugter Strom: Bauherren, die Strom aus erneuerbaren Energien beziehen, der gebäudenah z.B. mithilfe einer Photovoltaikanlage erzeugt werden, können dies besser anrechnen lassen. So lassen sich die energetischen Anforderungen an Neubauten mit wirtschaftlichen und nachhaltigen Lösungen erfüllen.
  • Finanzielle Förderung: Neben der neu beschlossenen steuerlichen Förderung gibt es auch weiterhin Zuschüsse aus etablierten Programmen.

Für wen gilt das neue Gebäudeenergiegesetz?

Das GEG betrifft private Wohngebäude als auch öffentliche Gebäude und Nichtwohngebäude, sowie alle künftigen Neubauten. Für Besitzer von Altbauten ist das neue Gesetz vor allem dann wichtig, wenn bauliche Veränderungen und Renovierungen geplant werden.

Quelle: https://www.swe.de/geg

30. Oktober 2020

Brandschutz Richtlinien MLAR

Bestimmt haben Sie sich auch schon des Öfteren mit dem komplexen Thema des Brandschutzes befasst.

Wir möchten Ihnen heute ein paar Einblicke in den Brandschutz geben und Sie hierfür ein wenig sensibilisieren.

Die Muster-Leitungsanlagen-Richtlinie MLARwurde erstmals 2005 von der Arbeitsgemeinschaft der Bauministerien der Länder veröffentlicht. 2016 folgte die „Fassung 10.2.2015“ (Redaktionsstand 05.04.2016) mit einigen Ergänzungen und Korrekturen. Die MLAR definiert umfassend die spezifischen baurechtlichen Anforderungen bei der Abschottung von Leitungen. Auf den ersten Blick recht kompliziert, schlägt die MLAR im Rahmen ihrer Vorgaben auch einige „Erleichterungen“ für verschiedene Einzelleitungen und Leitungsdurchführungen vor, mit deren Einhaltung man viel Zeit und Geld sparen kann.

Wir wollen die Begrifflichkeit MLAR klären. MLAR bedeutet Muster-Leitungsanlagen-Richtlinie oder auch Muster-Richtlinie über brandschutztechnische Anforderungen an Leitungsanlagen. Sie fragen sich bestimmt, was die Richtlinie aussagt bzw. wo diese genau gilt?

Die MLAR gilt für folgende Leitungsarten:
  • Elektrische Leitungen
  • Sanitärleitungen
  • Heizungsleitungen
  • Leitungen für brennbare Gase und Flüssigkeiten
  • Durchführung von Feuerlösch- und Sprinklerleitungen
  • Leitungen für nichtbrennbare Gase und Flüssigkeiten

Die MLAR gilt nicht für Lüftungs- und Warmluftheizungsanlagen. Für Lüftungsanlagen ist die Musterrichtlinie über die brandschutztechnischen Anforderungen an Lüftungsanlagen (M-LüAR) zu beachten.

Quelle Bild: www.rockwool.de

7. Oktober 2020

Heiztipps für den Winter – schnell & einfach umgesetzt

Der Herbst ist schon da und bis zum Winter sind es nur noch ein paar Wochen. Wie jedes Jahr fragen sich viele von uns – wie und wo können wir Heizkosten einsparen. Wir möchten Ihnen heute ein paar Tipps für die kommende Wintersaison geben, wie Sie garantiert den ein oder anderen €uro einsparen können.

1. Selten genutzte Räume weniger heizen

Jedes Grad weniger spart rund 6 Prozent Energie. Bestimmte Räume, die selten genutzt werden sollten weniger geheizt werden. Empfehlenswerte Temperaturwerte: Wohnzimmer 20 – 21 °C, Küche und Schlafzimmer 18 °C und Flure 15 °C.

2. Temperatur in der Nacht absenken

Eine Stunde vor dem Schlafengehen kann die Temperatur der Heizkörper in den Wohnräumen langsam um fünf Grad gesenkt werden. Das spart bis zu 30 Prozent Heizkosten.

3. Heizkörper frei halten

Die Heizkörper sollten möglichst frei hängen, damit die Luft besser zirkulieren kann. Vermeiden Sie einen Hitzestau durch Gardinen oder zu nah herangerückte Möbel, sonst verbrauchen Sie bis zu 20 Prozent mehr Energie.

4. Heizung entlüften

Gluckert die Heizung, so enthält das Wasser, das den Heizkörper erwärmt, Luftblasen. Hier ist eine Entlüftung der Heizkörper angezeigt.

5. Fenster nicht kippen

Lassen Sie die Fenster im Winter nicht gekippt, sonst kühlt die ganze Wohnung, also auch die Wände, aus. Meist reichen 5 bis 10 Minuten Stoßlüften aus.

6. Rollläden abends schließen

Rollläden verstärken die isolierende Funktion der Fenster und sollten bei Dunkelheit geschlossen werden.

7. Heizanlage warten

Bereits eine geringe Rußablagerung und ein nicht optimal eingestellter Brenner verursachen Mehrkosten von rund fünf Prozent. Die Heizanlage sollte daher regelmäßig gewartet werden.

8. Heizung modernisieren

Durch die Modernisierung alter Kessel kann am meisten gespart werden, im Schnitt ca. 20-40 Prozent. Gerade in alten Häusern finden sich noch solche alten Energieverschwender. Eine Aufrüstung einer Heizungsanlage mit Brennwerttechnik nutzt zudem noch die Abwärme des Abgases. Diese Anlagen haben sich recht schnell wieder amortisiert, da hier ein enormes Einsparpotenzial liegt.

2. Oktober 2020

Wie sinnvoll ist eine Wasserenthärtungsanlage?

Ob eine Wasserenthärtungsanlage sinnvoll ist, sollte sich in erster Linie nach dem Kalkgehalt des Leitungswassers orientieren. Eine Wasserenthärtungsanlage sorgt für weiches Wasser und verhindert
Kalkablagerungen. Dabei gilt: Je härter das Wasser, desto höher das Risiko für Kalkausfällung. Natürlich stellen sich viele, auch berechtigt, oftmals die Frage ob eine solche Enthärtungsanlage schädlich sein kann. Auch enthärtetes Wasser enthält alle natürlichen Mineralien die wir brauchen. Nur das Magnesium und Kalzium wurde entzogen und Natrium wurde während des Enthärtungsprozesses hinzugefügt. Deshalb kann man in den meisten Fällen enthärtetes Wasser völlig gefahrlos trinken. Deshalb kann es sein, dass weiches Wasser nach der Wasserenthärtung etwas anders schmeckt als zuvor. Man kann es trotzdem unbedenklich trinken und es stellt keinerlei Gefahr für die Gesundheit dar.


Ein weiterer Entscheidungspunkt für die Anschaffung sind natürlich auch die Kosten. Einen konkreten Preis können wir natürlich nicht nennen. Jedoch können Sie ungefähr mit folgenden Kosten rechnen.
Anschaffungspreis für eine Hausanlage 1.000 bis 2.000 € je nach Anlagenmodell und Ausführung als Einzel- oder Doppelkammeranlage. Salzverbrauch (bei vielen Geräten gering, kann aber auch höher
liegen) je nach Härtegrad, monatlich etwa 5 bis 10 EUR.


Zuletzt wollen wir noch die Frage klären, ab wann wird eine Wasserenthärtungsanlage empfohlen und ab wann ist sie Pflicht. Die Werte richten sich nach dem °dH was „Grad deutscher Härte“ bedeutet. Bei
weniger als 8,4°dH wird keine Enthärtungsanlage empfohlen, bei einer Wasserhärte von 8,4 bis 14°dH wird bei einer Wassertemperatur von mehr als 60°C eine Enthärtungsanlage empfohlen. Ab 14°dH wird generell eine Wasserenthärtungsanlage in Rücksprache mit einem Fachberater empfohlen.

Quelle: DIN 1988-200

1. Oktober 2020

Lernt heute unseren Werkstudenten Amil Besic kennen

Seit wann bist du als Werkstudent im Planungsbüro ATM und wie bist du dazu gekommen?

Amil: Ich bin seit diesem Frühjahr bei ATM, um genau zu sein seit dem 01.05.2020. Ich war bereits auf der Suche, nach einer Stelle neben dem Studium um praktische Erfahrungen zu sammeln. Ziel von mir war es, in einem Planungsbüro unterzukommen, vorzugsweise im Bereich HLS. Über einen ehemaligen Studienkollegen, welcher bei ATM arbeitet bin ich dann ins Planungsbüro ATM gekommen.

Was studierst du denn?

Amil: Umweltschutztechnik im Master an der Universität Stuttgart.

Gibt es Berührungspunkte vom Studiengang mit der Arbeit bei ATM?

Amil: Ja, sehr viele. Der Ingenieurberuf im Bereich HLS erfordert viele Bereiche wie Berechnungen, Zeichnungen, Auslegungen und Problemlösefähigkeit. Dabei muss man sich mit vielen Faktoren, wie beispielsweise Zusammensetzung der Bauteile, Wärmeversorgung der Gebäude und Abstimmung mit anderen Gewerken auseinandersetzen um ein optimales Ergebnis zu erhalten. An der Uni werden größtenteils die Theorie behandelt, um ein gewisses Know-How zu erlangen, bei ATM kann ich dies in der Praxis anwenden. Kurz gesagt, einfach nur super da ich hier jetzt die passende Praxis dazu lernen kann.

Konntest du bisher studienunabhängig von deiner Tätigkeit als Werkstudent etwas lernen, mitnehmen?

Amil: Ja, Planungsbüros benutzen manchmal unterschiedliche Programme zur Bearbeitung Ihrer Aufgaben, wodurch ich bei ATM mein Spektrum darüber hinaus erweitern konnte.

Was gefällt dir, an deiner Tätigkeit im Planungsbüro am besten?

Amil: Besonders gefällt mir, dass jedes Projekt eine neue Herausforderung mit sich bringt und das vor allem bei ATM, man als Team diese Aufgaben bewältigt und man immer jemanden bei Fragen, Problemen fragen und um Hilfe bitten kann. Jedes Projekt wird als Teamarbeit gesehen und keiner ist auf sich allein gestellt.

Hast Du schon einen Plan, wie es nach deinem Studium weitergehen soll?

Amil: Noch nicht konkret. Im Frühjahr 2021 steht meine Masterarbeit an. Abhängig von meinen beruflichen Interessen bis dahin, werde ich mich bereits während der Masterarbeit um weitere Bewerbungen kümmern. Aber die Ein oder Andere Vorstellung habe ich schon im Kopf jedoch noch nicht komplett ausgereift.

Last but not least: Nenne 3 Wünsche die du für die Zukunft hast!

Amil: 1. Gesundheit für Alle 2. Gute Freundschaften 3. Eine konstant aufgeräumte Wohnung

Danke an unseren Amil für die ehrlichen Worte und das Interview!!!

4. September 2020

Fragen zum Thema bodengleiche Dusche

Ein sehr umfangreiches und immer beliebteres Thema die bodengleiche Dusche. In unserem heutigen Infobrief wollen wir die meist gestelltesten Fragen rund um das Thema beantworten.

Was versteht man unter einer bodengleichen Dusche?

Bodengleiche Dusche heißt zuerst einmal nicht zwangsweise behindertengerecht, denn dazu müssen noch zusätzliche Bedingungen wie Haltegriffe an der Wand erfüllt werden. Was sie jedoch auszeichnet, ist, dass sich zwischen der Dusche und dem restlichen Bad kein Absatz befindet.

Duschrinne und gefliest oder doch lieber eine bodengleiche Duschwanne?

Es kommt ganz drauf an – denn beide haben unterschiedliche Vor- und Nachteile.

Im Endeffekt ist es eine reine Typ und Entscheidungssache die sich jeder gut überlegen sollte.

  • Duschwannen sind hygienischer und günstiger
  • Duschrinnen sind vielseitiger und ermöglichen auch ungewöhnliche und besondere Duschen.

Schauen Sie, welche Eigenschaften für Sie besonders zählen. Und was für welche Lösung spricht.

Wie groß sollte eine begehbare Dusche sein?

Mindestgröße der Walk-In-Dusche mit einer offenen Seite: 120 cm – ideal sind 140 cm. Mindestgröße der Walk-In-Dusche mit zwei offenen Seiten: nicht weniger als 160 cm – ideal sind 180 cm.

Wie hoch sollte das Gefälle bei einer bodengleichen Dusche sein?

Eine bodengleiche Dusche sollte ein Gefälle von ein bis zwei Prozent besitzen. Das bedeutet, dass der Höhenunterschied ein bis zwei Zentimeter auf einen Meter beträgt.

24. Juli 2020

Wann sollte ein Heizkessel ausgetauscht werden?

Wie Sie selbst wissen, ist das Herzstück einer Heizungsanlage der Kessel. Oft stellt man sich die Frage, wann eine Erneuerung dieses Herzstückes fällig ist. Im Januar diesen Jahres kam eine neue Verordnung heraus.  So stehen viele alte Heizkessel für Öl und Gas Ende 2020 vor dem Aus. Die Austauschpflicht ist in der Energieeinsparverordnung (EnEV) geregelt. Hier wurde beschlossen, dass alte Heizungen mit einem Heizungslabel versehen werden müssen. Nun müssen Hausbesitzer ihren Heizkessel austauschen, sofern dieser schon länger als 30 Jahre in Betrieb ist. Das betrifft also alle Heizkessel, die vor 1990 eingebaut wurden. Grundsätzlich muss nun ab 2020 eine Öl- oder Gasheizung spätestens ausgetauscht werden, sobald sie 30 Jahre alt ist. Davon ausgenommen sind unter anderem Heizungsanlagen mit Niedertemperatur- oder Brennwerttechnik und solche, die eine Leistung von weniger als vier und mehr als 400 Kilowatt erreichen.

Viele Besitzer fragen sich jedoch wie alt ihr Heizkessel ist. Dies ist nicht für jeden nachvollziehbar, vor allem wenn man ein älteres Häuschen gekauft hat und nicht selbst beim Einbau dabei war. Um herauszufinden, ob man den eigenen Heizkessel austauschen muss oder nicht, reicht oft ein Blick auf das Typenschild. Dort stehen in der Regel alle Angaben zum Hersteller, dem Baujahr und zu der Leistung des Heizkessels. Viele Heizungsanlagen sind gedämmt, sodass das Schild nicht gleich sichtbar ist. Hier empfiehlt es sich, die Seiten nach einem Metallschild abzusuchen.

Hier noch eine Übersicht wann welche Modelle getauscht werden sollten:

BaujahrZeitpunkt des Austausch
Vor 19902020
Vor 19912021
Vor 19922022
Vor 19932023